Nominierung der KEM für Energy Globe Niederösterreich 2020

Auch in diesem Jahr wurden wieder herausragende nachhaltige Projekte zum Energy Globe Award Niederösterreich eingereicht, die aufzeigen, wie man unsere Umwelt schützen kann. Jedes Projekt ist anders, einzigartig und behandelt ein spezielles Thema des Umweltschutzes.

Wir freuen uns, bekanntgeben zu können, dass die KEM Thayaland zu den Nominierten zählt.

Hintergrund zur Preisverleihung:
Unter dem Titel „Energiezukunft Thayaland“ ist die Klima- und EnergieModellregion Thayaland seit fast 10 Jahren aktiv. Die KEM Thayaland hat konkret zum Ziel, den Anteil der erneuerbaren Energieversorgung wesentlich zu erhöhen, einerseits durch eine Senkung des Energiebedarfs und andererseits durch die verstärkte Nutzung Erneuerbarer Energieträger und dazugehöriger innovativer Anwendungen. Das finale Ziel ist die möglichst vollständige Energieversorgung aus regionalen Quellen in einer zukunftsfähigen Form, d.h. regionale Wertschöpfung und Klimaschutz inklusive. Dieses Ziel der regionalen Eigenversorgung ist damit zugleich auch eine große Chance für die regionale Wirtschaft und Gesellschaft. Das damit verbundene mögliche Umsatzpotenzial beträgt für die Region rund 40 Millionen Euro pro Jahr.

Mittels Bürgerbeteiligung in vielfältiger Form wurde und wird neben der Bewusstseinsbildung und Information auch eine Reihe von Projekten in den Bereichen, Wärme, Strom und Mobilität umgesetzt. Meilensteine dazu sind die Gründung des Zukunftsklub Thayaland und infolge gemeinsam mit der Region die Gründung der TRE Thayaland GmbH als regionaler Projektträger für Bürgerbeteiligungsprojekte. Bis Herbst 2019 wurden in Zusammenarbeit mit Gemeinden, Betrieben und Haushalten schon über 930 m2 Generatorfläche (14 Photovoltaikanlagen) und 16 Mobilitätsprojekte (Regionales eCarsharing und Ladestellen) umgesetzt.

Die Verleihung für das Bundesland Niederösterreich in der Landwirtschaftlichen Fachschule Tulln war für den 11. März geplant und wurde auf den 16. April 2020 verschoben.

PS: Der 11. März ist übrigens der 9. Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima, die zeigt, welche schrecklichen Folgen für die Menschen und alle anderen Lebewesen die Kernkraftnutzung mit sich bringt. Laut Presseaussendung der Ärzteorganisation IPPNW herrscht im Inneren der zerstörten Reaktoren nach wie vor lebensbedrohliche Strahlung. Die Atomruinen müssen durch ununterbrochene Wasserzufuhr weiterhin gekühlt werden. Große Teile des kontaminierten Wassers verseuchen trotz massiver Gegenmaßnahmen weiterhin Grundwasser und Meer, der aufgefangene Teil des radioaktiven Abwassers wird in riesigen Tanks gespeichert. Wegen Platzmangels soll das stark verstrahlte Wasser ab 2022 direkt in den Pazifik abgelassen werden.

In den verstrahlten Gebieten besteht anhaltend ein zusätzliches gesundheitliches Risiko durch radioaktive Strahler wie Cäsium-137. Insbesondere Kinder, Schwangere sowie Kranke und ältere Menschen sind bedroht. Mit zusätzlichen Krebsfällen ist in den kommenden Jahren und Jahrzehnten zu rechnen. Mehr Infos unter https://www.ippnw.de/atomenergie/gesundheit/artikel/de/schilddruesenkrebs-in-fukushima-2.html

Nominierung der KEM für Energy Globe Niederösterreich 2020